Coaching Tool – Morning Video: Einführung

Kaum ein Trainingsformat ist so unverfälscht, direkt und intensiv wie die Videoanalyse. Ob Spitzensportler oder Verkäufer, fast jeder ist schon mal mit diesem Werkzeug in Berührung gekommen. Der Vorteil von Video liegt auf der Hand, es ist authentisch, objektiv und reproduzierbar und damit perfekt für fast jede Form der Detailanalyse.
Eine weitere Stärke des Videos ist, es transportiert die gesamte Bandbreite von Emotionen, denn im Vergleich zur Tonaufnahme werden auch die Gesichtsausdrücke aufgezeichnet und verstärken somit den emotionalen Ausdruck der Stimme.
Insgesamt bietet das Medium Video also relativ wenig Spielraum für Subjektivität oder Interpretation.
Diesen Vorteil kann man sich zu nutze machen, wenn man dazu neigt sich gerne selber zu belügen, denn gesagt ist was auf dem Video ist und wie es gesagt wurde ebenfalls.

Das Morning Video mit einem Mini Camcorder
Bestimmte Rechte vorbehalten von JVCAmerica (CC BY 2.0)

Aus diesem Ansatz habe ich eine Methode entwickelt um sich täglich ein kleines bisschen zu verbessern. Der Ansatz ist die Aufzeichnung der Tagesziele auf Video und die abendliche Reflektion. Klingt eigentlich ganz einfach, ist es auch. Vermeintlich, denn die Wirkung des Videos ist nicht zu unterschätzen. Morgenmensch wie mir ergeht es dabei so, dass man morgens hochmotiviert ist und sich ambitionierte Ziele setzt, am Ende des Tages, ermüdet und eher kraftlos sich das Video ansieht und sich ggf. einer Enttäuschung stellen muss. Denn nicht immer läuft der Tag so wie ich mir ihn am morgen vornehme. Das kann an zu ambitionierten Zielen liegen, oder aber auch an ein Risiken und Einflussnehmern deren man sich am Morgen noch nicht bewusst war.

In den folgenden Artikel stelle ich sowohl die Methode vor und gebe Tipps aus meiner eigenen Erfahrung, zeige aber auch wie man das ganze technisch umsetzen kann.

Siehe auch:

Coaching Tool - Morning Video: Zielen

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